Montag, Juni 16, 2008

III GESANG








Zitatenfluxus 3. Gesang
Jetzo erhub sich die Sonn' aus ihrem strahlenden Teiche Auf zum ehernen Himmel, zu leuchten den ewigen Göttern Und den sterblichen Menschen auf lebenschenkender ErdeLügen wird er nicht reden: denn er ist viel zu verständig!Einiges wird dein Herz dir selber sagen, o Jüngling; Anderes wird dir ein Gott eingeben. Ich denke, du bist nicht Ohne waltende Götter geboren oder erzogen.Tor! er wußte nicht, daß sein Beginnen umsonst war!Heimverlangend; allein noch hinderte Zeus die HeimfahrtUnd wir baten den Gott, uns ein Zeichen zu gebenHalte dich wohl, daß einst die spätesten Enkel dich preisen!Welche mir immer zum Trotz die schändlichsten Greuel ersinnen! Aber versagt ward mir ein solches Glück von den Göttern, Meinem Vater und mir! Nun gilt nichts weiter, als dulden.Denn du sagtest zu viel! Erstaunen muß ich! O nimmer Würde die Hoffnung erfüllt, wenn auch die Götter es wollten!Und ich möchte doch lieber nach vielem Jammer und Elend Spät zur Heimat kehren und schaun den Tag der ZurückkunftLiegend fern von der Stadt auf wüstem Gefild'Lügen wird er nicht reden; denn er ist viel zu verständigEinen Gast zu bewirten, der meine Wohnung besuchet!Lieber, ich hoffe, du wirst nicht feige werden noch kraftlos; Denn es begleiten dich schon als Jüngling waltende GötterAls nun die dämmernde Frühe mit Rosenfingern erwachteer stieg aus dem Bad', an Gestalt den Unsterblichen ähnlichUnd die Sonne sank, und Dunkel umhüllte die Pfade. Roter Hahn Strahlende Wintersonne in der Sommerresidenz Francos. Ein Heim El Grecos einst, der Schwulen Zuflucht, dann Zitadelle ihnen heut. Die Kirche über Felsen trotzend brandend Wogen. Die Bucht ist recht, zunächst der Strand fürs Wohnmobil ein Heim. Cognac Cafe por favor und fleißig Spanisch Tag für Tag. Die Terrasse kühl doch angenehm im milden Winter. Hier sitz ich schon von morgens an. Ein Stammgast bald wie wenig andere auch. Allein und einsam. Ein langhaariger Deutscher mit dem Bulli ausstiegsweise unterwegs. Er wird Begegnung freundschaftlicher Art zum ersten für 6 Wochen gut. Dann kommt gewichtig Bart, New York, ein reicher Jude auf der Flucht mit kolumbianisch und Paß United States. Ein Opfer eigener Drogen und gesucht wegen Kokainhandels und der Schmuggelei. Nicht Rabi ward er wie geplant, mir Freund vom ersten Augenblick. Sein Name Mark Spencer, die Frau Französin Dominique. Die Freundschaft wächst in Tiefe jeden Tag. Des morgens nach dem Cognac im Cafe zum Strand. Das neuste Fitness aus US. El Pais Lektüre täglich nun, das Autoradio plärrt. Drei Kilometer weit entfernt mein Appatamento. Drei Zimmer, Terrasse riesengroß.Sant Pere de Ribes, meine Zufucht vor dem Sodom und Gomorrha an der Küste. In die Berge voller spanisch wein ich schau beim Morgenfrühstück. Die Straße gewunden fahr ich jeden Tag. Ein English Pub, wir sind schon Lokals bald. Die Wirte Freunde bald. Ein Dandy, Callboy Trainingspartner. Handwaage auf dem Tresen, Einhandhandstand, ein wahrer Akrobat. Gejoggt wird jeden Tag. Und Bahnen Swimmingpool. Die Pause dient dem Kunstgenuß aus vollem Leben. Mark stets in den Spielarkaden Computerfreak seit Anfangstagen. Er plant Lizenz für neuen Mac für Spanien ganz. Für mich kommt päckchenweis Informatikliteratur. Ich werde Programmierer. Marks Appartment am Tibidabo Zufluchtstätte für 8 Wochen. Lehrer bei Inlingua. Chilenen, Argentinier und die kleine Aussi werden meine Freunde bald. Dunkle Gassen an den Ramblas, Haschischhort für Mark. Was ich lern vom Millionär ist der Lumpenoutfit ihm zum Schutz. Einmal nachts schwarzes Bösgelicht mich begleitet von Piazza Real durch dunkle Gassen, in die Diskos spät nach Mitternacht. Rauben wollen sie Pesetas, doch ich klug sie ausgetrickst und unbeschadet. Lehre für das Leben wieder. Monjuic, Parc Güel und Gaudis Sagrada Familia, Mercat de la Boqueria, Gran Theatre del Liceu, Tourist nicht nur, sondern Künstler nach Miro, Picasso und Dali auch bin ich. Hier gibt 3. Kunstaktion im Herzen Katalaniens bei Anarchos. Gesucht wird Carlos in der Nähe und geheim das Treffen terroristenaktivisten. Blut, Hahn, Du Roter. Wie beim Voodoo spritz ich Blut auf Bilder meiner Feinde. In geschlossenen Räumen bei gedämpften roten Licht. Cadaques Port Lligat Dali ein Brief fürDich den Todgeweihten werf ich Dir in Deine Mauern. In Figueras dann entweih ich Galas Ehebett zur Gaudi der Besucher, Entsetzen des Museumspersonals. Herrlich wälz ich mich in den Federn Dalikunst. Und die Hymne, mein Gedicht wird Elegie aufs System und seine Schergen. Meine Maske ist Gevatter Tod, mein Kostüm der weiße Anzug. Flmencoklänge, ich tanze Sartana plump wie sonst. Donnernd der Genossen Klatschen. Revolutionskunst mit Applaus. Fußball WM war vor zwei Jahr und Barca Kunst wie Ajax, Camp Nou mit Dylans Jokerman. Das bin wohl ich und I and I des Nachbarns Bulli. Beim Konzert schreite ich splitternackt vor Bobs Augen durch die Reihen, spiel am Pimmel vor den Frauen und die Machos gnädig mir. Auf der Stadionwache kommt schon Mark mit meiner Kleidung, leicht verwirrt ob dieses Akts. Nicht das einzige Mal wird’s bleiben, hartgesotten der New Yorker doch zum Wundern Staunen kommt. Kannte Warhol, trank mit Lennon, illustre Leute kannt er schon. Mendoza, Montalban les ich in der Stadt. Höre gern Carreras und Fernando Sor. Motpellier die Partnerin kenn ich recht gut und Rio wird mein Ziel.Flaniere voller Liebe. Hago un paseo cordialmente. Ola il mondo.Adeu. Masken vor.

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