Montag, Juni 16, 2008

IV GESANG







Zitatenfluxus 4.Gesang

Es sang ein göttlicher Sänger In die Harfe sein Lied. Aber du plauderst jetzt, wie ein Knabe, so törichte Worte! Wahrlich wir haben ja beid' in Häusern anderer Menschen So viel Gutes genossen, bis wir heimkehrten!Staunend sahn sie die Burg des göttergesegneten KönigsUnd nachdem sie ihr Herz mit bewunderndemBlickegesättigt.Stiegensiebeidezum Bad' in schöngeglättete Wannen.Langt nun zu, und eßt mit Wohlgefallen, ihr Freunde! Habt ihr euch dann mit Speise gestärkt, dann wollen wir fragen, Wer ihr seid. Denn wahrlich aus keinem versunknen Geschlechte Stammt ihr, sondern ihr stammt vonedlensceptergeschmücktenKönigenher;denn gewiß Unedle zeugenichtsolcheWelch ein unendlicher Schatz! Mit Staunen erfüllt mich der Anblick! Nimmer gebricht es dort dem Eigner, und nimmer dem Hirten, Weder an Käse noch Fleisch noch süßer Milch von der Herde, Welche das ganze Jahr mit vollen Eutern einhergeht (Oftmal hab' ich hier so in meinem Hause gesessen, Und mir jetzo mit Tränen das Herz erleichtert, und jetzo Wieder geruht; denn bald ermüdet der starrende Kummer!) Dieser dachte darauf umher in zweifelnder Seele: Ob er ihn ruhig ließe an seinen Vater gedenken; Oder ob er zuerst ihn fragt', und alles erforschte Irr' ich, oder ahnet mir wahr? Ich kann es nicht bergen! Niemals erschien mir ein Mensch mit solcher ähnlichen Bildung, Weder Mann, noch WeibWelcher um meinetwillen sovielGefahrenerduldet! Und ich hoffte, dem Kommenden einst vor allen Argeiern Wohlzutun,Davon will ich kein Wort dir bergen oder verhehlenEine der Inseln liegt im wogenstürmenden Meere Fremdling, bist du so gar einfältig, oder so träge? Oder zauderst du gern, und findest Vergnügen am Elend: Daß du so lang auf der Insel verweilst? Ist nirgends ein Ausweg Aus dem Jammer zu sehn, da das Herz den Genossen entschwindet Wer der Unsterblichen hält mich hier auf, und hindert die Reise? Und wie gelang' ich heim auf dem fischdurchwimmelten Meere? Gerne will ich, o Fremdling, dir lautere Wahrheit verkünden Denn der Zauberer wird sich in alle Dinge verwandeln, Was auf der Erde lebt, in Wasser und loderndes Feuer Da ihr mit Undank nun so viel Wohltaten vergeltet! Splitternackt: Adam Zechpreller Das Frühjahr und des Frühlings Blütenpracht, das erste Bad im Meer, Manie als Kunst macht bald Furore schon. Den Lebemann spiel ich als Künstlerrolle, bin stadtbekannt in Windeseile bei den Wirten, die ich prelle, bei der Guardia Civil. Zechprellerei wird geahndet mit ein paar Gefängnistagen jedesmal. Der Knast ein Loch und Antifrancosprüche an den Zellenwänden. Es bröckelt Putz , Matraze Stroh. Hier floß wohl Blut. Ich trete in den Hungerstreik sofort ein jedesmal. Mark löst mich aus auf eigne Kosten, verliert kein Wort. Der Wagen Diskothek. Wie übermütig Jugend dröhnt wie der latste Ghettoplaster die Musikanlage. Und wo ich fahre, Spanien staunt. Ich lieg am Strand und höre Rock. 200 Meter weit entfernt aus Auto. Pfingsten und aus ferner Heimat kommt die Frau, mich zu besuchen. Täglich Anruf galt ihr gegen Sorgen stets und ohne Ausnahm. Hoch in Blüte steht Manie. Gleich gibt’s Streit, doch stets geschlichtet über Nacht.Man ist sich fremd. Gar andere Welten. Streunen wird Kunst und kunstvoll auch die Suche, wenn ich verloren. Liege verborgen unter Rucksackvolk bei Sants und kaufe Stier aus der Arena, lecker Steak. Perversion im Bett, wohl Schock der Frau für alle Zeit. Gebumst kaputt das Bett im Nu. Die Personalien, Börse alles fliegt aus dem Fenster in schneller Fahrt. Die Frau sie sucht vergebens. Weg ist die Eurokarte Bargeld, Paß und Ausweis waren nicht mehr gefunden. Das wars, sie fährt nach Hause. War dies der Bruch auf Dauer wohl? Das Baden Nackt unter den Tausend. Die fröhlich Kinder lachen, erbost, erzürnt die Elternschar. Des Künstlers nackte Haut, Geschlecht am Strand zur Schau gestellt den spanisch frommen Katholiken. Das heißt jetz Knast ein jedesmal. Ist für die Kunst, die könn mich mal. Sonnengebet gut 50 Mal. Vor Sonnenaufgang geht’s in die Berge ,stehts ist gewunden stark die Straße. Die Nummern anderer Autos werden Rätsel, gelöst nach eigen enigmatisch Art. Long winding road. Die Beatles lassen grüßen. Vier, halb fünf hoch oben auf dem Berg ich mitten in den Gärten. Kein Mensch nur Schafe blöken, Ziegen hinter Zäunen. Dies erste einsam Kunstaktion nur für den Künstler und die Himmel. Die Sonnenscheibe wird gehievt. Der Künstler steht wie Leonardos Mensch dabei, voll Andacht wissen, dasß die Sonne Leben ist. In heimisch Galaxie sie spendet Atem den Geschöpfen, die alten Riten wußten es. Das Kirchenschiff gen Osten, Stonehenge und Keltenkreise, minoisch Kult, es ist kein Stoppen. Gebet des Artisten wird täglich atheistisch Ritus. Den Göttern, Gott gedacht jedweden Augenblick, Herz Jesu Gebet Bus Koan von nu an klingt es im Herzen dauerhaft. Die Sonne morgens sigelt ewig Bund des Auserählten mit dem göttlich Zeichen auf der Stirn. Friedensdemos rund um den Globus. Million in Bonn, weit ruhiger ist es in Spanien. Doch Bu dabei „Weg mit den Waffen!“. '82 CNN und E.P.Thompson und Trevor Griffith nicht zuletzt der präsidierend Bischof und sein Stuhl in London. Engagiert für Frieden seit den Ostermärschen in der Jugend ist der Bu, nennt sich oft nach wandelnd Namen. Pegasus mit Rainbow dran. Liebesvogellebensbaum, Lu der Büffel und dergleichen. So speist er ein sich früh ins Netz mit hohen Kosten. Große Dienste Mark als Informant. Auch der zweite illegale Paß, Mark als Kolumbianer nur zur Form mit gefälschtem Paß weiß Rat. Teurer Spaß, doch nützlich fürs Ikognito. Dokument des Künstlers für die Reisen um den Globus. Auf nach Frisco geht es eine Woche mit dem Flieger. Laker billig Zeiten warns. Big Sur Henry Millers Sexus Plexus Nexus Reste Blumenkinder in den Straßen an der Golden Gate. Hause billig, profitier immens von den Yorkshiretagen und den amerikanisch intensiven Studien nicht vergessen Howl und Beatniks. On the road ist Bu. Wo geht’s hin. Keiner weiß es. Könnt ers ahnen, welch ein Grauen, Furcht und Schrecken. Griechisch die Tragödie wird. Überleben knapp wird der dionysisch Streiter. Rausch, Manie, Wahnsinn, Irrsinn nur bei anderen ist gefährlich schon in Bälde. Landung sacht in Bacelona. Übern Teich zurückgekehrt, wohlbehalten. Blumenschmuck im Haar, bekränzt der kleine Heros das ist Papas kleiner Eckstein Bu der Dicke wie der Pa ihn nannte. Kein Gramm fett, schlank wie eine Tanne durchtrainiert und fit, gleicht Adonis er aufs Haar. Mark will reisen, soll Kurier sein unterdessen für sein Haschisch von der marrokanisch Farm. Sage ja, er ist mein Freund. Auf geht’s rund um Spanien nach Gesangespause nun fürs erste. Zwanzig Kilo aus dem Atlas. Flug wars hin, Tanger, Farm ,zurück geht’s vollbepackt auf Fähre. Bammel und gehörig Angst, doch der Lohn vfertiefte Freundschaft und Vertrag als Geldkurier für das Schwarze aus den Drogen. Koffer voll, Million solls sein. Sage nein und bleibe standhaft, bin entschieden. Einmal Ausnahm, dabei solls bleiben, kriminell das muß nicht sein. Noch paar Takte zu homerisch Hebung meiner Kunst in Frisco. An der Grace auf Nob Hill gedacht ich dem Vorbild aus Assisi wie ein Beben des Andreas Grabens. Manisch Glossalie über Alcatraz, den Tod als Strafe und nach Hause offnen Mundes Amerikaner. Masken vor.

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