Montag, Juni 16, 2008

IX GESANG







Zitatenfluxus 9. Gesang

Wahrlich es füllt mit Wonne das Herz, dem Gesange zu horchen, Wenn ein Sänger, wie dieser, die Töne der Himmlischen nachahmt Fleißig schöpft, und ringsum die vollen Becher verteilet. Siehe das nennet mein Herz die höchste Wonne des Lebens! Denn viel Elend häuften auf mich die himmlischen Götter! Unter den Menschen bekannt; und mein Ruhm erreichet den Himmel Aber keiner gelang es, mein standhaftes Herz zu bewegen Lagen wir mutlos dort Ein Gott war unser Geleiter Durch die finstere Nacht: wir sahn nicht, wohin wir uns wandten Gräßlich gestaltet war das Ungeheuer Grausam und ungerecht, und durch keine Gesetze gebändigt. Ach für meine Gefährten ein unerfreulicher Anblick Also sprach er voll Tück'; allein ich kannte dergleichen. Eilend erwidert' ich ihm die schlauersonnenen Worte: Böser Mann, wer wird dich hinfort von den Erdebewohnern Wieder besuchen wollen? Du hast nicht billig gehandelt! Niemand ist mein Name; denn Niemand nennen mich alle, ein Himmlischer haucht' uns Mut in die Seele. Mir lachte die Seele vor Freude, Daß sie mein falscher Name getäuscht und mein trefflicher Einfall Tausend Entwürf' und Listen wurden ersonnen; Denn es galt das Leben; und fürchterlich drang die Entscheidung! Doch von allen Entwürfen gefiel mir dieser am besten. Und mit herzlicher Freud' empfingen die lieben Gefährten Uns Entflohne des Todes, und klagten schluchzend die andern Künstlerschwarz Groß war die Einsamkeit doch dieser Tage, Noch traf ich Freunde des Samstagmorgens, rief an die Frau, doch die Entfremdung wuchs. Ich wollte werden Mönch, nun folgen der Berufung klar. Die Diagnose eine Sperre, unüberwindlich Schranke. So wars nicht braune Kutte, es kam die schwarze Künstlerkluft. Die Zeiten noch recht apokalyptisch und ich Apolyptiker. Der Untergang verkünde ich im Beichtfuxus wie in der Welt zuvor nun auch den Priestern meiner Stadt. Im Rainbow, Spirit kennt man mich. Mach auf Buddha sitz im Lotus, lieg ganz selig lächelnd Buddha am Rand der Fäche voller Tänzer. Wird bestohlen von den Junkies noch und noch. Bin gerade numismatisch und sie klauen die Münzen, nicht nur Krügerrand. Meine Plasiktasche regenbogenfarben bleibt jedoch ausgeräubert stets doch stehen. Oft bekomm ich auch Applaus von der selbstverliebten Jugend. Frei die Fläche oft für meine Tanzeinlagen. Bin geschmeichelt, muß schon sagen, das Jara kenn ich noch aus alten Tagen. So vergeht das Jahr im Nu. Mutter geht es täglich schlechter. Psychisch hat sie mich genannt, bangt wohl täglich um meinen Verstand. Ist der Marktfrau alles fremd Künstler Philosoph der Sohn, wer will das schon. Mutter macht nichts, Gott vergelts. Der 2. Furor kurz und knapp. Ich hab die Faxen dicke. Was macht die Frau nur, versteh das nicht. Die einzige Gewalttat je, die ich verbrach, es war an ihr. Ich haute drauf wie auf kalt Eisen. Dieser Treuebruch, Verrat. Nun droh ich erste Mal, will Angst machen nur, mit Mord. Irrenhaus und gleich geschlossen in der Tat. Erkläre klar, Mord nie meine Absicht war. Spielt Nemesis und bürgerliches Trauerspiel Emilia Galotti and so on, bin erschüttert wie der Vater ohne Tat. Nutzlos. Die Banausen hören nicht. Ende wieder mal der Freiheit Kunst. Die Manie das kann ich, enedet schon am zweiten Tag. Nur die Krimminellen merkens wohl. Halten alle mich für gesund. Werden klar bevorzug von dem Personal. Angst wohl, muß es sein. Sind auch Mörder drunter. Mußte gleich den großen Coktail saufen und Gewalt und ständig Drohung, Keine Möglichkeit zu verweigern, schlucke Gift nur mit Protest. Weiß warum nur vage, fühle täglich schlechter mich und die Schmerzen. Depression für die nächten Wochen, über ein halbes Jahr. Das hat nichts mit Krankheit zu tun, sondern mit dem Gift. Hör zum ersten Mal. Verträgt soviel wie ein Elefant und bekomm noch mehr. Schwärzer wird’s von Tag zu Tag. Will enden nur mein Leben. Alein nach Hause nach dem Kampf um Freiheit kann ich nicht. Auf eigenen Wunsch und taktisch Klug 242 Tage Tagesklinik. Mach mich breit auf der Couch jeden Tag und lese immerfort, tröste mich mit Geistigem in der Öde. Das Psychodrama lieb ich doch, mein Schauspiel, male Phalli in der Gestalttherapie. Masken vor.

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