Donnerstag, Juni 26, 2008

Manifest Weihnachten 1982

Manifest




MENSCHENSOHN – MANIE ALS KUNST

DADAESKES FLUXUSSPEKTAKEL SURREALER BEWU?TSEINSSTRÖME ALS SOZIALE PLASTIK DES ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFFS

Zitatenfragmente aus Wortsteinbrüchen

Artseme

BU



„…der aufgehobne sittliche Geist = Kunst, die aufgehobne Kunst = Religion, die aufgehobne Religion = absolutem Wissen.“
Karl Marx: Ökonomisch-Philosophische Manusskripte.





“Unter Einsatz von Intospektionstechniken wie autogenes
Training und Yogaübungen sowie Meditation mit Hilfe von c Schlafentzug und Hungerkur werden künstlich Rausche
e erzeugt zwecks reinster poetischer Fluxusakte in umfassend e geistiger Schau heiliger Mania.” (Bu)






















Die Kunst ist in ihrer Ausführung und Richtung von der Zeit abhängig, in der sie lebt, und die Künstler sind Kreaturen ihrer Epoche. Die höchste Kunst wird diejenige sein, die in ihren Bewußtseinsinhalten die tausendfachen Probleme der Zeit präsentiert, der man anmerkt, daß sie sich von den Explosionen der letzten Woche werfen ließ, die ihre Glieder immer wieder unter dem Stoß des letzten Tages zusammensucht. Die besten und unerhörtesten Künstler werden diejenigen sein, die stündlich die Fetzen ihres Leibes aus dem Wirrsal der Lebenskatarakte zusammenreißen, verbissen in den Intellekt der Zeit, blutend an Händen und Herzen.

DADA!!!!


zur Propaganda einer Kunst gesammelt, von der sie die Verwirklichung neuer Ideale erwarten. Was ist nun der DADAISMUS?

Das Wort Dada symbolisiert das primitivste Verhältnis zur umgebenden Wirklichkeit, mit dem Dadaismus tritt eine neue Realität in ihre Rechte. Das Leben erscheint als ein simultanes Gewirr von Geräuschen, Farben und geistigen Rhythmen, das in die dadaistische Kunst unbeirrt mit allen sensationellen Schreien und Fiebern seiner verwegenen Alltagspsyche und in seiner gesamten brutalen Realität übernommen wird. Hier ist der scharf markierte Scheideweg, der den Dadaismus von allen bisherigen Kunstrichtungen und vor allem von dem FUTURISMUS trennt, den kürzlich Schwachköpfe als eine neue Auflage impressionistischer Realisierung aufgefaßt haben. Der Dadaismus steht zum erstenmal dem Leben nicht mehr ästhetisch gegenüber, indem er alle Schlagworte von Ethik, Kultur und Innerlichkeit, die nur Mäntel für schwache Muskeln sind, in seine Bestandteile zerfetzt.


Die Kunst ist heilig und was heilig ist, ist keine Ware.(Bu)

Bu ist kein faustisch Prostiuierter!


Unter dem Vorwand der Zivilisation, des Fortschritts, gelang es schließlich, alles aus dem Geist zu verbannen, was mit Recht oder Unrecht als Aberglaube, als Hirngespinst gilt, jede Art der Wahrheitssuche zu verurteilen, die nicht der herkömmlichen entspricht. Vor kurzem ist — scheinbar durch den größten aller Zufälle — ein Teil der geistigen Welt wieder ans Licht gehoben worden, meines Erachtens der weitaus wichtigste, um den sich zu bekümmern man nicht mehr für nötig befand. Freuds Entdeckungen gebührt unser Dank. Auf Grund dieser Entdeckungen bildet sich endlich eine neue geistige Richtung heraus, die es begünstigt, daß der Erforscher des Menschlichen seine Untersuchungen weiter vorantreiben kann, ihn bevollmächtigt, nicht mehr nur summarische Erfahrungen zu berücksichtigen. Die Imagination ist vielleicht im Begriff, wieder in ihre Rechte einzutreten. Wenn die Tiefen unseres Geistes seltsame Kräfte bergen, befähigt, diejenigen der Oberfläche zu mehren oder sie siegreich zu bekämpfen, so haben wir allen Grund, sie aufzufangen, sie zuerst aufzufangen und danach, wenn nötig, der Kontrolle unserer Vernunft zu unterwerfen

1. Innerhalb der Grenzen, in denen er sich produziert (zu produzieren scheint), erscheint der Traum durchaus als kontinuierlich, zeigt er eine gewisse Organisation. Das Gedächtnis nur maßt sich das Recht an, ihn zu beschneiden, Übergänge nicht zu beachten und uns eher eine Reihe von Träumen vorzuführen als den Traum. Desgleichen haben wir von den Realitäten nur im einzelnen Augenblick eine deutlich unterschiedliche Vorstellung, und ihre Koordination ist Sache des Willens. (1)
SURREALISMUS, Substantiv, m., reiner, psychischer Automatismus, durch welchen man, sei es mündlich, sei es schriftlich, sei es auf jede andere Weise, den wirklichen Ablauf des Denkens auszudrücken sucht. Denk-Diktat ohne jede Vernunft-Kontrolle und außerhalb aller ästhetischen oder ethischen Fragestellungen.
ENZYKLOPÄDIE. Philosophie. Der Surrealismus beruht auf dem Glauben an die höhere Wirklichkeit gewisser, bis heute vernachlässigter Assoziations-Formen, an die Allgewalt des Traums, an das absichtsfreie Spiel des Gedankens. Er zielt o darauf hin, die anderen psychischen Mechanismen zu zerstören und ihre Stelle einzunehmen zur Lösung der wichtigsten Lebensprobleme. [. . .] (1924 )
(1) Man muß die - Tiefe - im räumlichen Sinne des Traums in Rechnung stellen. Im allgemeinen behält man nur, was von seinen oberflächlichsten Schichten stammt. Was ich besonders an ihm in Betracht ziehen möchte, ist das, was beim Erwachen untergeht, alles, was nicht Übriggebliebenes ist vom vorhergehenden Tag, dunkles Laub, blödes Gezweig. Auch in der ,Wirklichkeit' ziehe ich es vor, zu fallen.


Der Moment des utopischen Kunstakts als Vorschein der Zukunft ist der Mindstill des Performers im Prozeß seiner Fluxusidentität.(Bu)



“We have nothing of our own except time, which even the homeless can experience.”
—Baltasar Gracián, The Art of Worldly Wisdom


The time of production — commodified time — is an infinite accumulation of equivalent intervals. It is irreversible time made abstract, in which each segment need only demonstrate by the clock its purely quantitative equality with all the others.
This pseudocyclical time is in fact merely a consumabledisguise of the production system’s commodified time.The production process’s constant innovations are not echoed in consumption, which presents nothing but an expanded repetition of the past. Because dead labor continues to dominate living labor, in spectacular time the past continues to dominate the present.
The lack of general historical life also means that individual life as yet has no history.
The spectacle, considered as the reigning society’s method for paralyzing history and memory and for suppressing any history based on historical time, represents a false consciousness of time.
Behind the fashions that come and go on the frivolous surface of the spectacle of pseudocyclical time, the grand style of an era can always be found in what is governed by the secret yet obvious necessity for revolution.
The natural basis of time, the concrete experience of its passage, becomes human and social by existing for humanity.
The world already dreams of such a time. In order to actually live it, it only needs to become fully conscious of it.


“Denn in der Kunst haben wir es mit keinem bloß genehmen oder nützlichem Spielwerk, sondern…mit einer Entfaltung der Wahrheit zu tun. (Ästetik) Hegel
Was will Beuys wohl mit der Aktion "Wie man dem toten Hasen die bilder erklärt" aussagen ? (Bu)
„Die Logik der Kunst ist, paradox nach den Regeln der anderen, ein Schlußverfahren ohne Begriff und Urteil.“ Adorno
Ich denke mit der Achillesferse. (Bu)



























Die Kunstodyssee MENSCHENSOHN – MANIE ALS KUNST (24.FLUXUSGESÄNGE) dauert ab dem 28.02.1983 – meinem 30.Geburtstag genau auf den Tag 20 Jahre bis zu meinem 50.Geburtstag am 28.02.2003 des neuen Jahrtausends.




Weihnachten 1982 Volker Horst Bienek

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