
Zitatenfluxus 11. Gesang
Weder wenn er die Bahn des sternichten Himmels hinansteigt, Noch wenn er wieder hinab vom Himmel zur Erde sich wendet: Sondern schreckliche Nacht umhüllt die elenden Menschen Dann gelobt' ich flehend den Luftgebilden der Toten. Dies, unglücklicher Freund, will ich dir alles vollenden. Warum verließest du doch das Licht der Sonne, du Armer, Und kamst hier, die Toten zu schaun und den Ort des Entsetzens? Heilig dem Sonnengotte, der alles siehet und höret. Aber kommen wirst du, und strafen den Trotz der Verräter. Und nun kehre zurück, und opfere heilige Gaben Allen unsterblichen Göttern, des weiten Himmels Bewohnern, Nach der Reihe herum. Aber verkündige mir, und sage die lautere Wahrheit. Dort erblick' ich die Seele von meiner gestorbenen Mutter ich irre noch stets von Leiden zu Leiden, Zehrte dich Krankheit aus? und unter Tränen die Nächte. Deine Würde empfing kein anderer Neben dem Feuer im Staube, mit schlechten Gewanden umhüllet. Und in den milderen Tagen des Sommers und reifenden Herbstes, Bettet er überall im fruchtbaren Rebengefilde Auf der Erde sein Lager von abgefallenen Blättern. Meine Mutter, warum entfliehst du meiner Umarmung? Wollen wir nicht in der Tiefe, mit liebenden Händen umschlungen, Unser trauriges Herz durch Tränen einander erleichtern? Mein geliebtester Sohn, Unglücklichster aller, die leben! Also besprachen wir uns miteinander Aber von allen Entwürfen gefiel mir dieser am besten: Also nahten sie sich nacheinander; jede besonders Meldete mir ihr Geschlecht; und so befragt' ich sie alle. Siehe da nahm der Erderschüttrer seine Gestalt an, Und beschlief sie im Sand', an der Mündung des wirbelnden Stromes Und da jetzo der Gott das Werk der Liebe vollendet; Drückt' er des Mädchens Hand, Und ein neues Jahr mit den kreisenden Horen herankam Daß sie beid' abwechselnd den einen Tag um den andern Leben und wieder sterben, und göttlicher Ehre genießen. Hielt sie Artemis an, auf Dionysos Verkündung Also sprach er; und alle verstummten umher, und schwiegen, Horchten noch, wie entzückt, im großen schattigen Saale.Jämmerlich hört' ich vor allen Kassandra das Scheusal an Bosheit! Hat ihr eignes Gedächtnis, Und vertrau' ihr nicht aus Zärtlichkeit jedes Geheimnis; Sondern verkündige dies, und jenes halte verborgen! denn nimmer ist Weibern zu trauen! Ich weiß nicht, ob jener Tot sei, oder noch lebe; und Eitles schwatzen ist unrecht. Welche Kühnheit, herab in die Tiefe zu steigen, wo Tote Nichtig und sinnlos wohnen, die Schatten gestorbener Menschen! ich leide noch stets! Denn ich wandle nicht mehr ein Helfer im Lichte der Sonnen, Aber die anderer Seelen der abgeschiedenen Toten Standen traurend da, und sprachen von ihrer Betrübnis. Aber wohlan, tritt näher zu mir, o König, und höre Meine Red', und bezwinge den Zorn des erhabenen Herzens. Dennoch hätte mich dort der Zürnende angeredet, Oder ich ihn; allein mich trieb die Begierde des Herzens, Auch die Seelen der andern gestorbenen Helden zu schauen Ringsum schrie, wie Vögelgeschrei, das Geschrei der gescheuchten Flatternden Geister um ihn Immer feire der Künstler, auf immer von seiner Arbeit, Der ein solches Gehenke mit hohem Geiste gebildet GOTT IST GEISTESKRANK Ausgeraubt in Rom komm ich nach Hause mit dem Intercity. Noch im Zug wird angerufen die geliebte Frau. Hysterisch ist sie und wieder droh ich sie totzuschlagen, wenn ich nicht bekomme Teile meines Geldes, das bei ihr in Obhut. Am Bahnhof schon am Zug wartet Bundesgrenzschutz und die Psychiatrie. Ich reg mich auf, die Frau ganz aufgelöst, entgeistert. Ich drohe mit der flachen Hand zurückzuholen aus dem Irrsinn. Das Bullenpack mir droht, Gewalt antun. Da ist ein Unterschied von Wort und Tat und wird es auch in Zukunft sein. Ich droh im Dienst der Künste, sie sind brutal, voll der rohesten Gewalt, fast tod so oft, überlebe ich nur knapp im mir verkürzten Leben. Nicht Worte, sondern Taten, spricht der Herr. Es is nur kurz die Irrenzeit verschlossen dieses Mal. Nun bin ich bei den Klöstern. Nur Hundert Meter ist das erste. Die Ruf ich an nun jede Nacht. Geraten wird mir, mich doch umzubringen, doch den Gefallen tu ich nicht. Stattdessen steh ich vor der Pforte und richte Himmelsbotschaft aus. Die Schweigen, haben nichts zu sagen. Mein Beichtfluxus kräftig blüht. Bei Tabakqualm mach ich mein Gewissen rein. Der Älteste ist für mich ausersehen. Er schweigt still. Ich bin wohl wie ein Virus. Der Alte mir nun beichen tut. Die Zeit Faschismus lügen mußt er für den Orden. Retten die Reichsmarken vor den Braunen für den Orden und die Armen. Ich versteh recht gut, erkenn die tiefe Reue und spreche mein Ego te absolvo. Mein Freund ihm später noch die Zelle putzt, heut ist ein Saal nach ihm benannt. Adlatus kam bei mir zum Wundern, alter Mönch. Ein anderer auch war Knorke, ich sprach ihn gern des nachts. Einst holte er mich aus dem Friedhofsbad, saß da im Brunnen planschte. An den Mauern stand schon BU, gemalt von unbekannter Hand. Hier machte ich nun täglich meine Runden. Ein Prominenten Friedhof der Industriellen ists. Geschichtswerkstatt führt gern. Ich schlaf auf Gräbern Bäumen gern die Nächte so ganz allein in Seelenruhe. Tags ist dort eine Wiese, wo ich lese. Der kleinen Barbara geb ich Nachhilfe in der Buddhahalle wie ich sage. Der junge Markus geht hier gern mit mir spazieren, ich doziere Englisch und er lernt viel. Ein Zehner stets für mich. Hier ist der Toten Auferstehung eines nachts im Fluxus. Drei Stunden dauert all der Zauber und der Mond ist voll. Aus den Gräbern hol ich alle, mach nicht bei den Juden halt. Hier auch die KZ Steine dem Gedenken steten Grauens. Bin Jude selbst aus freier Wahl. Es ist die Pflasterfluxuszeit. Ich bitt um Spenden die Parteien. Die Grünen einzig geben Hundert. FRAFRABU ist der Name. Im Mittelpunkt ein Flammenengel aus Gewebestahl. Bemalt das Pflaster um die Kirche. Es flattern Poster bunt im Wind. Krieg, Armut, Hunger und dergleichen. So sollt es sein zu Pfingsten, doch daraus wird nichts, bleibt nur Kunstkonzept. Ich bastel Kruzifix stattdessen. Den Herrn als Clown genagelt. Und ziehe mit dem bunten Ding nun durch die Straßen. Gott ist Narr auch Projektion nach Feuerbach. Der Kernsatz meiner Theologie zu dieser Zeit GOTT IST GEISTESKRANK Argumente gibt’s gar viele. Opfert sich als einzigen Sohn. Ob das gesund? Erlöst schon hat uns manch Verrücktes. Das Kreuz für mich liegt schon daheim. Ich kaufe Nägel von paar Zoll. Der Vetter soll es tun in Rom. Genagelt vor dem Dom. Ich überleb das, bin überzeugt mit Schwamm voll Anästhesie und Krankenpflege nach drei Stunden. Ein Zeichen soll das sein. Ich lasse das, krieg selber Zeichen. Ein Vernunftgott soll es sein der Christen. Gefällig Konstruktion. Notwendig auch nach allem und was da kommt. Doch Allah ist halt größer und größer noch das Brahman. Das Los nicht nur geworfen, sondern genichtet durch die Nemesis. Geoffenbart ist mir die Gnade meiner Mutter Schoß. Drum leb ich auch in Höllen fort und brenne heilig Feuer in der Nichtse Eis. Ich bin mir Asche meiner Knochen schon lebendig. Ein ewig Körper wissenschaftlich nachweisbar. Wenn ich mich bewege, tanzt das All. Ich gedenke der Natur belebter Geister einst und seh sie tanzen in den Büschen, wer mir begegnet ist nun Engel, voll die ganze Stadt. Ich kenn mich Magier recht gut. Der Künstler nun noch Totems schafft. Ich bin der Traum eines Delphins. Totem und Tabu. Ich schlaf gleich mit der Mutter in Gedanken. Da ist nicht eins, das ich nicht brech. Ich sterbe Tode viele. Doch steh ich auf schon nach einem Ato der Sekunde. Der Büffel wie mein Name einst Bruder Lu Hsün wie der deine, ist Krafttier mir. Ich bilde nun auch Fetisch. Mein Glück und meine Macht gestalte ich. Ich nehme Engelhaar und Gibs. Dazu Acryl in allen Farben. Ich laß sie liegen, wo ich geh und steh die Talismänner. Die Bilder schenk wems gefällt. Auf Unterwäsche, Titten, Ärsche steh ich nicht. Da ist mir heilig Kaabastein, Lhasa, Kruzifixe. In meiner Wohnung bau ich nun ein Kruzifix 2Meter mal drei Meter an der Wand so in der Schräge, daran zur Not ich paß bequem. Wohl ahnend schon, schlag ich ihm zum Entsetzen mich dem Pater nun als Bombe vor. Mein Terrorfluxus gedeiht recht prächtig. Tietmeyer wird geschreckt. Wir jagen auch Raubkatzen. Kräftig arbeite ich für den Frieden. Bin engagiert noch für die Dritte Welt. Der Rückzug ins Private findet meine vehemente Kritik. Wir werden immer weniger. Im Frühling ging es in die Türkei im weißen Daimler Automatik für 500. Istanbul Hagia Sophia und Goldnes Horn, Blaue Moschee und Eyüp. Ich bin auf Muslim Spuren. Ein junger Frechdachs will den Bakschisch wohl erpressen, drohe Imam und schon Ruhe. Weiter geht’s nach Bursa. Thermalbad und Grun diemal der Name der Moschee. In Küstdörfern baden jede naselang. Ich bleib bei einem Fischer eine Woche. Fahr aufs Meer und Fisch und Raki jede Menge. Er ist stockschwul ich muß wohl flüchten. Vor Izmir Motorschaden, der Türcke, den ich vorher auflas ist recht hilfreich. Schrottplatz. Überholter Motor in 2 Tagen. Ich fahr mit Mohamed dem Kesselflicker Anatoliens nach Haus. Zum Moslem machen will er mich. Das Ziel ist Mekka. Wir fahren nach Konya zur Mevlana. Riesengroß der grüne Turban. Sufimystik lieb ich, bin ein Derwischtänzer. Auf! Singe nun, o Sänger: die ew'ge Lust ward kund! Rumi dic verehr ich tief, warst auch Rettung Rückert übersetzt. Nächste Station Nevesehir. Hotel des Onkels nach der Wildschweinjagd bei der Baumwolltante. Glaube mich begehrt von Bauchtanzschönheit eine Nacht, bin orgiastisch meine Weise, wußte nicht das es bezahlt. Göreme und Kappadochienpracht die nächsten Tage. Krieche durch die Steinezapfen, gedenke wohl der Freunde früherer Zeiten, bete in ihren Steinkapellen, niedrig sind die Höhlen, ein Gewirr voll rätselhafter Gänge. Römisch Katakomben fallen mir ein. Es geht weiter. Mersinbaden. Tarsus. Hier Paulus spietest du als Kind. Adana in die Lüfte. Auf nach Mekka. Auf den Höhen des Arafat weiß ich Allahs Paradies ganz nah. Siebenmal um Kaabastein. Lest doch Al-Anfal, Ar-Rad und, An-Nahl und auch alle Suren summt die Haadschibiene Bu. Müßt nicht bomben Euch in Lüfte tapfere Krieger. Heimwärts geht’s. Der Mohamed kriegt Die Lektion. Egal stets Kommentar zu meinen Schmerzen blutiger Krieder gegen griechisch Zyprioten. Laß ihn auf der Strecke stehen kalt und völlig plötzlich. Schreibt noch Briefe später. Der Daimler Motor bricht zum zweitenmal endgültig. Kostet Zoll bei Jugoslawen. Karte teuer doch schlaf ich gut bis Zagreb. Der Zug ist rappelvoll. Es is mein slow train coming. Verstehe Einstein besser aus dem Fenster. Und Licht der Zellen wird mir Theorie. Szenenwechsel der Kulissen. Verrat der Intellektuellen Brenda nun zum Xten Mal. Klugscheißer die ganze Bande. Schneiden die Coupons des Wissens mit den Scheren in den Köpfen. Noch hör ich den Kofler gern, Antistalinisten. Marxistisch Anthropologe. Hallo Morris und dein Wurm. Ich denke über Würmer nach. Bin Virologe. Ich greife an das Pentagon. Bald kommt schon Michelangelo. Dank dir Fred du Pionier. Die Informatik ist mein Steckenpferd und Dortmund führend dank auch Klaus. 88 meine Zahl. Der Doppelbudhha Asbu die Himmelsleiter aus der Edda bin ich. Dylan & The Dead. Heavens door is open Robert. Don’t try Kafka. Gravity’s Rainbow noch einmal, Tschüß ihr Ärzte ich bin nicht dabei und auch du Graf Dürckheim Tod. Masken vor.
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